N-Deklination

N-Deklination von Nomen ist ein wichtiger Begriff, wenn du z. B. das Wort „Student“ korrekt anwenden möchtest. In dieser Lektion lernst Du, was die N-Deklination ist und wie man sie in Sätzen verwendet. Du erfährst auch, wie man die N-Deklination erkennen kann.

Zum Schluss habe ich für Dich interessante Übungen zur N-Deklination.

„N-Deklination” – Einfache Erklärung

N-Deklination – was ist darunter gemeint? Fangen wir von vorne an. Bei der „normalen“ Deklination von Nomen geht es darum, dass diese an den Kasus angepasst werden (wer? was? der Bruder; wessen? des Bruders, wem? dem Bruder etc.).

Bei der N-Deklination bekommen einige maskuline Nomen im Singular in folgenden Fällen: Genitiv, Dativ und Akkusativ die Endung „-n“ oder „-en“, z. B.:

  • Nominativ: der Kollege
  • Genitiv: des Kollegen
  • Dativ: dem Kollegen
  • Akkusativ: den Kollegen

Also einige Nomen bekommen bei der N-Deklination das zusätzliche „-n“ – das erklärt den Namen „N-Deklination“. 🙂 Schau mal, wann Du die N-Deklination brauchen kannst.

N-Deklination Tabelle– So deklinierst Du Nomen der N-Deklination

So sieht es in der Praxis aus:

N-Deklination des Nomens "der Student"
SingularPluralBeispiel (Singular)
Nominativ: wer? was?der Studentdie StudentenDer Student lernt fleißig.
Genitiv: wessen?des Studentender StudentenDie Bücher des Studenten sind dick.
Dativ: wem?dem Studentenden StudentenIch gehe mit dem Studenten in die Bibliothek.
Akkusativ wen? was? den Studentendie StudentenIch lobe den Studenten.

Hast Du gemerkt, dass das Nomen im Singular (außer Nominativ) und im Plural gleich aussieht? Im Satz erkennst Du also nur nach dem Artikel, ob es um einen Studenten oder mehrere Studenten geht, z. B.:

  •  „Ich gehe mit (wem? Dativ) dem Studenten in die Bibliothek.“ (eine Person – Singular)
  • „Ich gehe mit (wem? Dativ) den Studenten in die Bibliothek.“ (mehrere Personen – Plural)
Aufgepasst
Einige Nomen bekommen im Genitiv zusätzlich die Endung „-s“, z. B. der Buchstabe – des Buchstabens, der Name – des Namens, der Glauben – des Glaubens.

Hier habe ich ein Beispiel für Dich zum Thema „N-Deklination“ direkt aus dem Leben:

Ein Beispiel für N-Deklination

N-Deklination Liste– wann wird sie verwendet?

Es gibt einige allgemeine Regeln, welche Nomen zur N-Deklination gehören:

  1. nur männliche Nomen im Singular
  2. Nomen in nur drei Fällen: Genitiv, Dativ, Akkusativ
  3. Nomen, die Personen oder Tiere bezeichnen
  4. Nomen, die im Plural auf „-n” oder „-en” enden
Merk Dir
Das Nomen „das Herz” ist eine Ausnahme – es gehört zu den Nomen der N-Deklination und bekommt im Genitiv das zusätzliche „-s“: das Herz (N.), des Herzens (G.), dem Herzen (D.), den Herzen (A.).

Für folgende Nomen gilt die N-Deklination:

# Nomen mit der Endung „-e“, z. B.:

  • Personen, z. B.: der Kollege, der Junge, der Kunde, der Experte, der Neffe, der Riese, der Zeuge, der Sklave, der Bote, der Erbe, der Gatte
  • Nationalitäten, z. B.: der Pole, der Russe, der Grieche, der Franzose, der Brite, der Chinese, der Türke
  • Tiere, z. B.: der Löwe, der Hase, der Falke, der Affe, der Bulle, der Rabe, der Schimpanse

# Nomen mit der Endung „-oge”, „-ent”, „-ant”, „-at”, „-ist” (meist Bezeichnungen von Berufen oder Personen), z. B.:

  • der Biologe, der Psychologe, der Gynäkologe, der Pädagoge, der Soziologe
  • der Student, der Dozent, der Produzent, der Präsident, der Patient, der Absolvent, der Assistent
  • der Lieferant, der Praktikant, der Elefant, der Diamant, der Emigrant, der Musikant
  • der Soldat, der Kandidat, der Diplomat, der Automat
  • der Tourist, der Polizist, der Journalist, der Spezialist, der Terrorist

# andere Nomen, z. B.:

  • der Katholik, der Fotograf, der Planet, der Architekt, der Herr, der Mensch, der Nachbar, der Bauer, der Held, der Bär, der Prinz, der Idiot
Merk Dir
Die Nomen „der Herr“, „der Nachbar“ i „der Bauer“ bekommen die Endung „-n“ (und nicht „-en“), z. B.: „Ich spreche mit dem Herrn Kowalski.“ 

Und wie dekliniert man deutsche Artikel? Klicke hier: Deklination von Artikeln, um mehr zu diesem Thema zu erfahren.

Zusammenfassung

  • Bei der N-Deklination bekommen männliche Nomen die Endung „-(e)n”.
  • Die N-Deklination gilt nur für Singular in allen Fällen (Kasus) außer dem Nominativ.
  • Die N-Deklination gilt in der Regel für Personen, Berufe oder Tiere.

N-Deklination – Übungen

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Häufige Fragen zum Thema

Was ist die N-Deklination im Deutschen?

Unter dem Begriff “N-Deklination” versteht man die Deklination einer bestimmten Gruppe von männlichen Nomen, die im Singular in den Fällen: Genitiv, Dativ und Akkusativ die Endung „-(e)n” bekommen, z. B. das Nomen „der Kollege” wird im Genitiv zu „des Kollegen”.

Wie dekliniere ich die Nomen der N-Deklination?

Deklinieren wir z. B. das Nomen „der Student” – es bekommt im Singular zusätzlich die Endung -en : Genitiv: „des Studenten”, Dativ: „dem Studenten”, Akkusativ: “den Studenten”.

Betrifft die N-Deklination alle deutschen Nomen?

Nein. Die N-Deklination betrifft nur männliche Nomen im Singular, meistens solche, die Personen oder Tiere bezeichnen. Sie gilt für drei deutsche Fälle (alle außer dem Nominativ) und in der Regel für Nomen, die im Plural auf „-n” oder „-en” enden.

Beispiele für Nomen der N-Deklination?

Die Nomen der N-Deklination enden meistens auf: -e, -oge, -ent, -ant, -at, -ist, z. B.: der Kollege, der Junge, der Pole, der Löwe, der Psychologe, der Student, der Lieferant, der Automat, der Polizist, der Mensch, der Herr, der Nachbar.

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