Personalpronomen

In dieser Lektion lernst du die wichtigsten Regeln zur Deklination und der Benutzung von Personalpronomen im Deutschen.  Am Ende der Lektion findest du interaktive Übungen.

Was sind Personalpronomen?

Personalpronomen (auch persönliche Fürwort genannt) ersetzen im Satz ein zuvor bereits erwähntes Nomen. Jede Person hat ein eigenes Personalpronomen: ich, du, er, sie, es, wir, ihr, sie. Zum Beispiel:

  • Maria ist sehr klug./ Sie ist sehr fleißig. (Das „sie“ ist hier ein Personalpronomen und ersetzt in diesem Fall den Namen)

Und hier noch paar Beispiele für andere Personalpronomen (rot):

eine Grafik mit dem Engel und Beispiele fuer Personalpronomen

Personalpronomen werden immer klein geschrieben, außer man benutzt die Höflichkeitsform „Sie“. Personalpronomen werden dekliniert.

Personalpronomen deklinieren – so geht das!

Die Personalpronomen werden dekliniert – was bedeutet das überhaupt? Das heißt, dass sie sich ändern –  „ich“ wird zu „mich“ und so weiter. Warum ändern sich die Personalpronomen? Weil sich der Fall ändert 🙂 .

In der Tabelle siehst du alle Personalpronomen für alle Personen und in allen Fällen aufgelistet (Deklination):

PersonNominativGenitivDativAkkusativ
Singular
1. Person
ich
meinermirmich
2. Person
du
deinerdirdich
3. Person/ Maskulin
er
seinerihmihn
3. Person/ Feminin
sie
ihrerihrsie
3. Person / Neutral
es
seinerihmes
Plural
1. Person
wir
unserunsuns
2. Person
ihr
euereucheuch
3. Person
sie
ihrerihnensie
Höflichkeitsform
Sie
IhnerIhnenSie
merke dir
Hast du gemerkt? Die 3. Person im Plural für maskulin, feminin und neutral immer gleich ist – sie. Und wenn du sie mit einem Großbuchstaben schreibst, dann benutzt du dadurch die Höflichkeitsform (Herr, Frau, Damen und Herren).

Wie du bestimmt in der Tabelle oben schon bemerkt hast, unterscheiden sich die Personalpronomen im Nominativ, Dativ und Akkusativ:

  • Ich bin Ania.“ („ich“: Singular, Nominativ)
  • „Gib mir einen Keks!“ („mir“: Singular, Dativ)
  • „Besuchst du mich bald?“ („mich“: Singular, Akkusativ)

Personalpronomen werden also nach dem Fall dekliniert und jetzt betrachten wir die Fälle im Einzelnen. Den Genitiv lasse ich hierbei erst einmal aus, da es eher unüblich ist ein Pronomen in diesem Fall zu benutzen.

Personalpronomen im Nominativ – Beispiele

Ein Personalpronomen im Nominativ antwortet auf die Fragen „Wer? Was?“. Zum Beispiel:

  • Ich bin glücklich.“ (Wer? Was? ist glücklich – „ich“ )
  • „Bist du glücklich?“ (Wer? Was? ist glücklich – „du“ )

eine glueckliche frau mit einem bart

Personalpronomen im Dativ – Beispiele

Personalpronomen im Dativ antworten auf die Fragen „Wem?“.

  • „Du gibst mir einen Keks!“ (Wem? gibst du einen Keks – „mir“ )
eine grafik mit schwarzem hintergrund und macarons
Gib mir einen Keks! Das „mir“ ist ein Beispiel für ein Personalpronomen im Dativ.

Hier lernst du mehr über Dativ.

Personalpronomen im Akkusativ – Beispiele

Personalpronomen im Akkusativ antworten auf die Fragen „Wen?“ Was?“.

  • „Ich sehe dich!“(Wen? Was? sehe ich – „dich“ )
  • „Ich mag sie.“ (Wen? Was? mag ich – „sie“ )
  • „Sie schreien mich an.“  (Wen? Was? schreien Sie an – „mich“ )

Hier lernst du mehr über Akkusativ.

So lernst du Personalpronomen am besten

Wie lernst du am besten die verschiedenen Personalpronomen? Am besten natürlich in einem Kontext, also im ganzen Satz. Du kannst dir die folgenden Beispiele auf deine Karteikarten schreiben – deutsch auf der einen Seite und auf der anderen Seite in deiner Muttersprache.

Das sind die Personalpronomen  im Nominativ, im Dativ, und im Akkusativ:

  • Personalpronomen „ich“  „Zeig mir, wie du mich  magst!“
  • Personalpronomen „du“ -„Ich zeige dir  gar nichts, weil  ich dich nicht mag.“
  • Personalpronomen „sie“  „Er ist mit ihr in einer Beziehung und er liebt sie.“
  • Personalpronomen „er“ „Ich verbringe mit ihm  viel Zeit und besuche ihn sehr gerne.“
  • Personalpronomen „es“ „Siehst du es (zum Beispiel das Kind) ? Dann gib ihm einen Kuss!“
  • Personalpronomen „wir“  „Mit uns redet niemand und  uns mag auch niemand.“
  • Personalpronomen „ihr“  „Ich liebe es mit euch Zeit zu verbringen und  euch zu besuchen!“
  • Personalpronomen „Sie“   „Ich sehe  sie  jede Woche – mit ihnen  hat man immer Spaß.“

Wann benutzt man „du“ und wann benutzt man „Sie“?

Wenn du zum Beispiel die Kassiererin im Laden ansprichst, benutzt du dann das „du“ oder das „Sie“? Die Antwort auf diese Frage ist gar nicht so einfach, wie man denkt. Es gibt zwar keine festen Regeln, aber du kannst dir folgendes merken:

„du“ = nicht förmliche Situationen

Wenn du jemanden mit dem „du“ ansprichst, dann verringerst du die Distanz und es entsteht eine eher freundschaftliche Atmosphäre. Mit dem „du“ kannst du deine Freunde, Familie und Bekannte ansprechen. Wenn du jedoch deinen Vorgesetzten oder eine Person ansprichst, die deutlich älter ist als du, dann benutze besser das „Sie“.

„Sie“ = förmliche Situationen

Benutzt du das „Sie“ vergrößerst du die Distanz und schaffst damit eine eher offizielle Situation. Auf jeden Fall solltest du deinen Vorgesetzten und dir unbekannte Personen mit dem „Sie“ ansprechen, vor allem wenn sie viel älter sind als du.

Welche Pronomen solltest du noch kennen?

Personalpronomen – wichtigste Informationen auf einem Blick

  • Personalpronomen werden dekliniert und klein geschrieben
  • Die 3. Person Plural (sie) bleibt für maskulin, feminin und neutrum gleich
  • Wird das „sie“ großgeschrieben, dann handelt es sich um die Höflichkeitsform (Herr, Frau, Damen und Herren).

Übungen zu Personalpronomen

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