Partizip 1 (Partizip Präsens) – mit Beispielen und Übungen

Was ist das Partizip 1? Man kann sagen, dass es ein Verb wie ein Adjektiv ist. Was bedeutet das? Das erfährst Du in dieser Lektion. Du lernst, wie man das Partizip I bildet und wo es verwendet wird.

Anschließend kannst Du Dein Wissen in den Übungen zum Partizip I überprüfen.  

Was ist das Partizip 1?

Partizip I deutsch - Beispiele
Das Partizip I wird für gleichzeitige Handlungen in der Gegenwart verwendet.

Das Partizip I, auch Partizip Präsens genannt, wird für Handlungen in der Gegenwart verwendet, die gleichzeitig passieren. Es ist die Form eines Verbs, die auf -d endet, z. B. schlafend, schreibend, laufend etc. und wie ein Adjektiv benutzt wird.

Beispiele:

Partizip I von „sprechen“ – „sprechend

  • „Ich sehe einen sprechenden Mann.“

Partizip I von „arbeiten“– „arbeitend

  • „Ich kenne die arbeitenden Menschen.“

In der deutschen Grammatik unterscheidet man das Partizip I und das Partizip II. Während das Partizip I für die Gegenwart verwendet wird, bezieht sich das Partizip II auf die Vergangenheit. Wo ist der Unterschied zwischen den beiden Formen? Das erfährst Du etwas später in diesem Beitrag.

Wo wird das Partizip 1 verwendet? – verständliche Erklärung

Hast Du in den obigen Beispielen gemerkt, dass das Partizip I vor dem Nomen steht und es genau wie ein Adjektiv beschreibt (welcher? welche? welches?)? Das Partizip I bildest Du aus einem Verb und verwendest wie ein Adjektiv.

Schau dir die Beispiele an:

  • „Ich brauche einen gut funktionierenden Computer.“
  • „Ich sehe den schnell laufenden Sportler.“
  • „Deine Argumente sind überzeugend.“ (das Partizip I kann auch alleine stehen)

Prüfen wir jetzt, wie man das Partizip I bildet.

Wie wird das Partizip 1 gebildet? Mit Beispielen

Um das Partizip I zu bilden, musst Du an die Endung -d denken – wo wird diese angehängt? Die Bildung vom Partizip I ist wirklich einfach. Du brauchst:

  1. ein Infinitiv, z. B. „arbeiten”
  2. die Endung -d

Und schon ist das Partizip I fertig: „arbeitend“.

Möchtest Du das Partizip I als ein Adjektiv nutzen, so brauchst Du zusätzlich noch eine Endung – genau wie bei der Deklination von Adjektiven, zum Beispiel:

  •  „der arbeitende Mensch”
  • „die lächelnde Frau“

Steht das Partizip I nicht vor einem Nomen, so gibt es keine zusätzliche Endung, zum Beispiel:

  • „Das ist überraschend!”
  • „Dein Verhalten war echt enttäuschend.“

Partizip I und Partizip II – wo ist der Unterschied?

Das Partizip I verwendet man für gleichzeitige Tätigkeiten in der Gegenwart. Das Partizip II dagegen betrifft Handlungen in der Vergangenheit, die nicht gleichzeitig passieren.

Partizip I – Partizip Präsens:

  • „Das weinende Kind liegt im Bett.“ (weint und liegt)

Partizip II – Partizip Perfekt:

  • „Wir feiern die bestandene Prüfung.“ (wir feiern jetzt die Prüfung, die ich bereits bestanden habe)

Möchtest Du mehr vom Partizip II erfahren? Hier lernst Du mehr zum Thema Partizip II.

 Zusammenfassung

  • Das Partizip I (Partizip Präsens) wird für gleichzeitige Handlungen in der Gegenwart verwendet.
  • Das Partizip I wird aus einem Verb gebildet und wie ein Adjektiv verwendet.
  • Das Partizip I wird aus dem Infinitiv und der Endung -d gebildet.

Partizip 1 – Übungen

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Häufige Fragen zum Thema

Was ist das Partizip I?

Das Partizip I wird auch Partizip Präsens genannt. Das ist die Form eines Verbs wie: laufend, sprechend etc.

Wie bildet man das Partizip I?

Zu einem Verb im Infinitiv fügt man die Endung -d hinzu. So entsteht z. B. schreiben+d = schreibend. Wenn das Partizip als ein Adjektiv verwendet werden soll, dann muss man an das Wort zusätzlich die Personalendung anhängen (hier: -e) – der schreibende Schüler.

Wozu braucht man das Partizip I?

Das Partizip I kann vor einem Nomen stehen und es wie ein Adjektiv beschreiben, z. B. das spielende Kind.

Wo ist der Unterschied zwischen dem Partizip I und Partizip II?

Das Partizip I betrifft die Gegenwart und das Partizip II die Vergangenheit. Das erste bezieht sich auf Tätigkeiten, die gleichzeitig passieren, z. B. das Kind spielt und hört Musik, also: das spielende Kind hört Musik. Das Partizip II beschreibt Tätigkeiten, die nicht gleichzeitig passieren, z. B. ich habe die Prüfung bestanden (Vergangenheit) und jetzt feiern wir (Gegenwart), also: Wir feiern die bestandene Prüfung.

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