Verben mit Präpositionen

In dieser Lektion bekommst Du die wichtigsten Verben mit Präpositionen in der deutschen Sprache. Am Ende erwarten Dich ein paar interaktive Übungen.

Verben mit Präpositionen  – was sollte man über sie wissen? 

Viele Verben haben an ihrer Seite ein Helferlein in Form einer Präposition („auf“, „an“, „in“).

Dieses Duo entscheidet in welchem Fall der Begriff steht, auf den es sich im Satz bezieht:

  • „Ich spreche mit der Mutter.“ (das Verb mit der Präposition „sprechen mit“ haben dazu geführt, dass der Begriff „die Mutter“ sich zu „der Mutter“ also in in den Dativ verändert hat)

Man muss daher wissen, mit welcher Präposition sich das entsprechende Verb verbindet sowie welcher Fall nach ihnen angewendet wird. Und welchen Fall Du nimmst, hängt in weiten Teilen von der Präposition ab…

Woher weiß ich, welchen Fall ich nach dem Verb nehme?

Die Liste mit den Verben mit Präpositionen erinnert auf den ersten Blick auf ein Russisches Roulette:

  • achten auf + A
  • aufhören mit + D
  • sich bewerben bei + D

Heißt dass, dass man sich bei jedem Verb merken muss, wann der Buchstabe A (Akkusativ) und wann D (Dativ) steht?!

Natürlich nicht, obwohl mir damals nahegelegt wurde, das genau so zu lernen…

Um zu wissen, welchen Fall Du nach dem gegebenen Verb mit der dazugehörigen Präposition nimmst, musst Du erst einmal ein paar Präpositionen lernen, die sich zu 100 % mit dem Dativ verbinden und die Präpositionen, die sich zu 100 % mit dem Akkusativ verbinden.

Tipp
Die Präposition hat die Entscheidungsgewalt, wenn es um die Auswahl des richtigen Falls geht. Bevor Du Dir bei jedem Verb einzeln merkst, mit welchem Fall er verbunden wird, ist es deutlich leichter die Präpositionen zu lernen, nach denen immer der Dativ kommt und die, nach denen immer der Akkusativ kommt.
Nach diesen Präpositionen kommt zu 100 % immer der Dativ: aus, bei, mit, von, nach, zu

Nach diesen Präpositionen kommt zu 100 % immer der Akkusativ: ohne, für, durch, gegen

Wenn Du diese Präpositionen kennst, weißt Du jedes mal sofort welchen Fall Du nehmen musst:

  • „Ich erzähle von meiner Mutter.“ (nach „von“ kommt IMMER der Dativ, also „meiner“)
  • „Ich gehe ohne meine Mutter.“ (nach „ohne“ kommt IMMER der Akkusativ, also „meine“)

Woher weiß man, welche Präposition sich mit welchem Verb verbindet?

Leider weiß man es nicht, welche Präposition sich mit welchem Verb verbindet. Die konkreten Verbindungen musst Du leider auswendig lernen:

  • „Ich freue mich über das Geschenk.“ (“sich freuen” verbindet sich unter anderem mit “über”)

Die Information, mit welcher Präposition sich das entsprechende Verb verbindet findest Du im Wörterbuch. Wenn diese Informationen dort nicht enthalten sind, ist es höchste Zeit das Wörterbuch zu wechseln :).

Die wichtigsten Verben mit Präpositionen (Liste)

Es folgt eine Liste mit den wichtigsten Verben, aufgeteilt nach den Präpositionen, mit denen sie verbunden sind.

Rot markiert sind alle Verben, nach denen der Dativ kommt.  Blau markiert sind alle, nach denen gemäß der oberen Regel der Akkusativ kommt:

Verben mit Präposition „aus“

  • bestehen aus + D

Verben mit Präposition „bei“

  • sich bedanken bei + D
  • sich beschweren bei + D
  • sich bewerben bei + D
  • sich entschuldigen bei + D
  • helfen bei + D
  • zusehen bei + D
  • zuschauen bei + D 

Verben mit Präposition „mit“

  • anfangen mit + D
  • aufhören mit + D
  • beginnen mit + D
  • sich beschäftigen mit + D
  • rechnen mit + D
  • sprechen mit + D
  • streiten mit + D
  • telefonieren mit + D
  • sich unterhalten mit + D
  • sich verabreden mit + D
  • vergleichen mit + D
  • sich verstehen mit + D

Verben mit Präposition „von“

  • abhängen von + D
  • sich erholen von + D
  • erzählen von + D
  • halten von + D
  • hören von + D
  • reden von + D
  • sprechen von + D

Verben mit Präposition „zu“

  • einladen zu + D
  • sich entschließen zu + D
  • gehören zu + D
  • gratulieren zu + D
  • kommen zu + D
  • sagen zu + D 
  • schicken zu + D

Verben mit Präposition“nach“

  • fragen nach + D
  • rufen nach + D
  • suchen nach + D
  • sich erkundigen nach + D

Verben mit Präposition „für“

  • ausgeben für + A
  • sich bedanken für + A
  • danken für + A
  • sich entscheiden für + A
  • sich entschuldigen für + A
  • halten für + A
  • kämpfen für + A
  • sorgen für + A

Verben mit Präposition „über“

  • sich ärgern über + A
  • sich aufregen über + A
  • diskutieren über + A
  • erschrecken über + A
  • erzählen über + A
  • sich informieren über + A
  • lachen über + A
  • nachdenken über + A
  • sagen über + A
  • schimpfen über + A
  • sprechen über + A
  • streiten über + A
  • sich unterhalten über + A
  • sich wundern über + A

Verben mit Präposition „um“

  • sich bemühen um + A
  • sich bewerben um + A
  • bitten um + A
  • gehen um + A
  • sich handeln um + A

Verben mit Präposition „gegen“

  • protestieren gegen + A

Verben mit Präposition „durch“

  • ersetzen durch + A

Verben mit Präposition „gegen“

  • sein gegen + A
  • sich versichern gegen + A

Nach den Präpositionen „aus“ und „an“ kommt mal der Akkusativ, ein andermal der Dativ:

Verben mit Präposition „an“

  • denken an + A
  • sich erinnern an + A
  • glauben an + A
  • sich wenden an + A
  • schreiben an + A
  • leiden an + D
  • schicken an + D
  • sterben an + D
  • teilnehmen an + D
  • zweifelnd an + D
  • erkennen an + D

Verben mit Präposition“auf“

Nach „auf“ kommt in den meisten Fällen der Akkusativ:

  • achten auf + A
  • ankommen auf + A
  • antworten auf + A
  • aufpassen auf + A
  • bestehen auf + A/D
  • sich beziehen auf
  • sich freuen auf + A
  • hoffen auf + A
  • sich konzentrieren auf + A
  • sich verlassen auf + A
  • sich vorbereiten auf + A

Wie lernt man am besten die Verben mit Präpositionen?

Vorneweg, anstatt es alphabetisch zu lernen, fange mit den Verbgruppen an, die sich mit einer bestimmten Präposition verbinden, so wie in der oberen Liste.

Dann kann ich Dir empfehlen, Dir zu jedem Verb samt Präposition einen Satz zu überlegen. Wenn Du das nicht tust, ist die Information über ein Verb mit seiner Präposition und der Information über den Fall einfach zu abstrakt. Das ist keine wirkliche Option, Dir das dauerhaft zu merken.

Es ist schon wichtig, dass Dich dieser Satz in irgendeiner Form persönlich anspricht. Damit “zähmst” Du die Abstraktion und nach mehrmaliger Wiederholung fängst Du an, Dir den Satz zu merken. Der Satz kann albern oder lustig sein – wichtig ist, dass er einprägsam ist:

  • „Frau Merkel erinnert mich an deine Mutter.“ 🙂

Und wie wiederholst Du das am Besten? Indem Du es laut ausspricht und Dir vorstellst, was Du da geschrieben hast.

Ich empfehle Dir sehr das Lernen und Wiederholen mit Karteikarten. Auf der einen Seite schreibst Du das Verb zusammen mit einem Beispielsatz in Deiner Sprache. Auf der anderen Seite schreibst du das Verb zusammen mit einem Beispielsatz auf Deutsch.

Zeit für die Übungen!

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